Gebet

Gebet

Was ist eigentlich Gebet?

Im Gebet redest du persönlich mit Gott. Es geht um dich und Gott. Es geht darum, dass du genauso wie du bist, wie du redest, wie du denkst zu Gott deinem Vater, deinem Freund kommst und ihm dein Herz ausschüttest. Dein Herz kann voll Freude und Dankbarkeit sein, es kann voll mit Verzweiflung über eine Situation sein, es kann voll mit Wut und Leid sein. Vielleicht bist du auch einfach zufrieden und denkst dir: warum bzw. wofür soll ich denn beten?

Aber auch dann, das ist wirklich wahr, hat das Gebet eine unglaubliche Kraft. Das Gebet – eine Direktverbindung in den Himmel.

In der Bibel steht: Was kein Auge jemals sah, was kein Ohr jemals hörte und was sich kein Mensch vorstellen kann, das hält Gott für die bereit, die ihn lieben. (1. Korinther 2,9).

Aber worum kann sich das Gebet drehen?

In der Bibel sagt Jesus zu seinen Jüngern folgendes:
22 Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Essen und Kleidung. 23 Leben bedeutet mehr als Essen und Trinken, und der Mensch ist wichtiger als seine Kleidung. 24 Seht euch die Raben an! Sie säen nichts und ernten nichts, sie haben keine Vorratskammern und keine Scheunen; aber Gott versorgt sie doch. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? 25 Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern. 26 Wenn ihr aber nicht einmal das könnt, was sorgt ihr euch um all die anderen Dinge? 27 Seht euch an, wie die Lilien blühen! Sie können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine dieser Blumen. 28 Wenn Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt, morgen aber schon verbrannt wird, wie könnte er euch dann vergessen? Vertraut ihr Gott so wenig? 29 Zerbrecht euch also nicht mehr den Kopf darüber, was ihr essen und trinken sollt! 30 Mit solchen Dingen beschäftigen sich nur Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. 31 Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt, dann wird er euch mit allem anderen versorgen. 32 Du kleine Herde, du brauchst keine Angst vor der Zukunft zu haben! Denn dir will der Vater sein Königreich schenken. (Lukas 12,22 ff)

Vielleicht machst du dir häufig Sorgen. Sorgen um Alltägliches: Was soll ich Essen? Was soll ich anziehen?
Oder um Grundlegenderes: Was will ich mal arbeiten? Will ich das was ich gerade tue, mein ganzes Leben lang machen? Wo soll ich mich bewerben? Soll ich wegziehen? Sollte ich hier bleiben? Will ich Kinder? Erziehe ich meine Kinder richtig?
Oder aber die Sorgen um unsere Welt. Wo soll das alles hinführen mit diesen Donald Trumps und Kim Jong Uns? Wie soll es jemals eine Lösung für den Nahen Osten oder den afrikanischen Kontinent geben? Wie soll sich die deutsche Bevölkerung jemals wieder zueinander entwickeln und sich zu einer Gesellschaft entwickeln in der Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz mehr habe?

Diese Bibelstell hier sagt: Mach dir keine Sorgen. Dort steht nicht: „Kümmere dich nicht“. Für einen neuen Job, muss man sich bewerben. Für einen Umzug braucht man erstmal eine neue Wohnung. Für einen Job braucht man in aller Regel erstmal irgendeine Art von Bildung. Das bleibt nicht aus. Hass und Geldgier muss man sich entgegen stellen und irgendwer muss irgendwie zwischen verhärteten Fronten vermitteln. Wir werden nicht dazu aufgerufen, dass uns alles egal ist. Aber du musst dich nicht sorgen. Deshalb steht in 1. Petrus 5,7: Und legt alle eure Sorgen bei ihm ab, denn er sorgt für euch“.

Die Sorgen des Alltags muss ich nicht mit mir rumtragen. Ich kann sie bei ihm abladen. Also – wofür kannst du beten? Alles worüber du dich sorgst, interessiert auch Gott. Erzähl’s ihm.

Wie kann es aussehen?

Wichtig beim Beten ist: sei du selbst. Es geht nicht darum irgendwelche hochtrabenden tollen Formulierungen auszuarbeiten. Du kannst mit Gott reden, wie du normalerweise auch redest. Du musst auch nicht die Augen schließen oder die Hände falten.

Mir persönlich hilft es die Augen zu schließen, weil ich mich dann nicht von den anderen Leuten oder dem unordentlichen Arbeitszimmer ablenken lasse. Mir hilft es persönlich nichts die Hände zu falten. Ich kann gut reden, wenn ich mich bewege. Also laufe ich häufig rum, oder stehe. Aber das ist meine Art. Rede du mit Gott, wie DU es eben tust.


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